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Ein Blick in mein Leben in drei Teilen – Teil 1

In drei verschiedenen Blog-Artikeln werde ich darüber schreiben, wieso ich bin, wie ich bin und wie ich zum meinem Beruf als spirituelle Coachin fand.


Frau auf dem Weg
Foto: Erinnerungsatelier

Meine Eltern sind Anfang der 80er Jahre aus Rumänien nach Deutschland ausgewandert und wollten sich erstmal eine neue Existenz aufbauen. Doch genau in dem Zeitraum ließ mich der Storch ungeplant bei ihnen fallen. Zuerst war es ein Schock für meine Mama gewesen, als sie im 2. Schwangerschaftsmonat erfuhr, dass sie mit mir schwanger war. Sie dachte zunächst auch über Abtreibung nach, doch auf Zureden meines Vaters bin ich seitdem trotzdem hier. Meine Eltern hatten wenig Zeit und so wuchs ich bei meiner bei meiner Oma auf.

Und obwohl mich alle nach Herzenskräften liebten und umsorgten, fühlte ich mich immer wie eine Außenseiterin, unerwünscht und auch dann alleine, selbst wenn ich von Menschen umgeben war.


Ich war sehr schüchtern, still und sehr sensibel. Der einzige Raum, in dem ich mich wohl und sicher fühlte, war, wenn ich malte. So habe ich schon, kaum, dass ich einen Stift halten konnte, angefangen, mich kreativ auszudrücken und damit mir meine eigene kleine Welt geschaffen, denn wenn ich malte, vergaß ich alles um mich herum. Ich war für mein damaliges Alter auch wohl ziemlich gut.


Doch mit Beginn der Schulzeit begann ich mehr und mehr das Interesse am Malen zu verlieren. In der Grundschule wurde ich von den anderen Kindern gemobbt und geschlagen, weil ich besser war als sie und immer für meine Kreativität gelobt wurde.

Deswegen beschloss ich, meine Kreativität zu unterdrücken und mittelmäßig zu werden, um somit zumindest ein bisschen Sicherheit und Frieden in der Schule zu finden. Im Gymnasium komplettierte sich das Desaster, in dem ich mich in meiner künstlerischen Freiheit mehr und mehr eingeengt fühlte, als es darum ging, Formen korrekt nachzuzeichnen, was mir total widerstrebte. In dieser Phase verlor ich nun vollständig die Lust am Zeichnen. Und damit verlor ich auch den letzten Kontakt zu mir selbst.


Ich hatte die Schnauze voll davon, immer anders zu sein. Ich hatte die Schnauze voll davon, immer die Außenseiterin zu sein. Und am allermeisten hatte ich die Schnauze davon voll, immer alleine zu sein. Also begann ich, so zu werden wie die meisten in meinem Alter. Ich wurde laut, frech, rebellisch und vor allem cool. Imitierte andere, verbog mich bis zur Unkenntlichkeit und verschüttete damit den Zugang zu meinem sensiblen Ich.


Ich war immer wütend und aggressiv. Das, was ich verschüttet hatte, um nicht mehr verletzlich zu sein und um den Schmerz des Alleinseins nicht mehr fühlen zu müssen, wurde irgendwann zu Beton.


Leider checkte ich das alles nicht, weil mir da noch mein Wissen fehlte, das ich heute habe.

Und aufgrund meines fehlenden Wissens, begann ich mich durch einen gut bezahlten Job, eine neue Wohnung, Klamotten, Autos, wie viele Freunde ich hatte usw. zu definieren. Und war immer noch todunglücklich. Irgendwann wurde der Beton dann so erdrückend, dass all der schöne Schein in sich zusammenbrach und mich darunter begrub. Ich wurde krank und musste dringend etwas ändern.


Durch den Zusammenbruch und den ganzen Schutt, den ich anfangen musste, wegzuräumen, fing ich auch an, meine eigenen Bedürfnisse freizulegen. Was will ich denn wirklich in meinem Leben? Was will Ich als Individuum? Was tut mir gut und wo renne ich eigentlich nur mit, damit ich dazugehöre? Und da ich dazu keine Antworten hatte, fing damit meine Suche nach meinem wahren Ich an. Ich machte den ersten Schritt auf meinem spirituellen Pfad.


Fortsetzung folgt...




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